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Gesichtsstraffung/ Face lift

Face-Lift (narbensparendes S-Lift, Halsfalten, und andere Vorgehensweisen)

Das Facelift (Gesichtstraffung) ist der klassische Eingriff der kosmetisch-aesthetischen Chirurgie, der den Plastischen Chirurgen die verächtliche Bezeichnung "Schönheitschirurg" eingebracht hat. Dabei ist der, der diesen Eingriff beherrscht, ein wahrer Meister der Plastischen Chirurgie. "Narbensparende" Vorgehensweisen sind heute allgemein üblich!

Auch die übrige Vorgehensweise hat sich stark geändert. Eine einfache Hautstraffung im Gesicht ist sicher nicht mehr das allein korrekte Vorgehen. Heute wird nach entsprechender Präparation der Haut die Gesichtsmuskulatur und damit automatisch die darüber liegende Haut gestrafft. Die dazu angewandten verschiedenen Methoden haben neben dem narbensparenden Zugang noch den Vorteil geringer Verletzungsrisiken des Gesichtsnerven sowie ein natürlicheres Aussehen bei längerem Anhalten des Gesamtergebnisses.

Übermäßiges Ziehen und das nachfolgende sogen. "Windtunnelgesicht" ist zu vermeiden.

Einfaches Zupfen vor den Ohren für ein "kleines Facelift" ist zwar ein geringer Eingriff, hat aber auch keinerlei Wirkung!

Meist bietet es sich an, mit der Gesichtsstraffung auch den Hals zu straffen. Ein sehr geringer Mehraufwand mit grosser Wirkung. Die alleinige Halsstraffung mit Schnitt und Narbe (quer oder längs) an der Halsvorderseite wird nur von unerfahrenen Plastischen Chirurgen angeboten und ist als Kunstfehler abzulehnen.

(Dämmerschlaf-)Narkose ist Standard. Eine örtliche Betäubung mit tiefem Schlaf halten wir für unverantwortlich. Die dazu nötigen Medikamente beeinflussen alle auch das Atemzentrum! Eine kontrollierte Überwachung muß daher jederzeit gewährleistet sein.

Auch die Frage der postoperativen Überwachung muß gesichert sein!

Zur Nachsorge gehören zu den üblichen Medikamenten auch eine kontinuierliche Kühlung des Operationsgebietes und unbedingte körperliche Schonung.

Sinnvoll ist eine anschließende Lymphdrainage. Dadurch kommt es zum beschleunigten Abfluß von Blutansammlungen (Haematomen) und operationsbedingten Schwellungen.

Verbände werden nur am ersten Tag getragen. Fäden werden teilweise schon nach 4 Tagen entfernt, die letzten nach spätestens 2 Wochen.