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Oft wird eine Fettabsaugung als unnötig abgetan, da sie keinen medizinischen Zweck erfülle und nicht der Gesunderhaltung der Patienten diene.
Dies ist eine ebenso falsche wie überhebliche Einstellung, die in der heutigen Zeit überholt sein sollte.
Auch aus rein medizinischen Gesichtspunkten sind Liposuktionen sehr empfehlenswert, wenn übermäßige Fettansammlungen zum Beispiel das Gehen behindern, zu immer wiederkehrendem Wundwerden führen und nur durch eine gezielte Fettabsaugung sinnvoll behandelt werden können.
Aber auch kleinere Fettansammlungen können die betreffenden Patienten in ihrer sozialen Teilnahme an Aktivitäten stark einschränken, zu gewissen Phobien führen und das Selbstbewusstsein der betroffenen Personen negativ beeinflussen.
Auch diese Patienten haben einen Anspruch auf eine sinnvolle Behandlung ihrer Problemzonen und können oft nachhaltig von ihren Polsterbildungen befreit und von ihrem damit teilweise einhergehenden psychischen Druck geheilt werden.
Wo kann abgesaugt werden
Eine Fettabsaugung ist grundsätzlich überall da möglich, wo übermäßige Fettansammlungen vorhanden sind: Gesicht, Hüften, Bauch, Oberschenkel, Unterschenkel.
Allerdings müssen immer die unterschiedlichen Erfolgsaussichten im Blick behalten werden. So ist die männliche „Gynäkomastie" nicht ohne genaueste vorherige Indikationsstellung absaugbar.
Eine ebenfalls sehr schwierige Indikation stellen die weiblichen Oberschenkel auf der Ober- und der Innenseite dar.
Arten der Betäubung
Eine Liposuktion (Fettabsaugung) kann bei kleinen Mengen und an unempfindlichen Stellen in örtlicher Betäubung und sogar ambulant vorgenommen werden.
Bedenken Sie aber, dass Sie dann ohne die Fürsorge Ihres Arztes sind. Oft werden ambulante Operationen nur deshalb angeboten, weil eine stationäre Aufnahme nicht möglich ist. Zu ihrer Sicherheit ist die stationäre Aufnahme bei größeren Absaugmengen aber dringend notwendig.
Bei größeren Problemzonen werden Fettabsaugungen bei uns nicht in örtlicher Betäubung, sondern in (Dämmerschlaf-)Narkose durchgeführt.
In letzter Zeit häufen sich die Angaben über problematische Fettabsaugungen in örtlicher Betäubung. Fragen Sie danach!
Vorgehen
Das Standardgerät für die Liposuktion sind heute überall die „Minikanülen“, mit denen eine fast punktgenaue und sehr gezielte Fettabsaugung vorgenommen werden kann.
Durch einen Minihautschnitt an möglichst unauffälliger Stelle wird eine Kanüle in das Fettdepot eingeführt, und die überschüssigen Fettzellen werden abgesaugt.
Die Unterhautfettzellen sind traubenähnlich in dünne bindegewebige Hüllen verpackt. Diese werden mit der Kanüle durchtrennt und das Fett wird durch den Unterdruck aus seiner Hülle herausgesaugt.
Die Kunst des Chirurgen besteht darin, mit viel Fingerspitzengefühl durch die Haut zu ertasten, was an Fettgewebe entfernt und was erhalten werden soll. Ziel dabei ist es, nicht alle Fettzellen radikal zu entfernen, sondern eine neue, ebenmäßige Kontur zu gestalten.

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