Ohrplastik - Ohren anlegen
Abstehende Ohren sind wie kaum andere Fehlbildungen (d.h. außerhalb der Norm) Zentrum des Spottes für deren Träger. Daher werden die Kosten für solche Korrekturen bei Kindern meist sogar ohne Nachfrage übernommen. Aber auch bei Erwachsenen können sie sehr zu seelischen Unbequemlichkeiten führen. Daher sind sie auch, ohne Rücksicht auf das jeweilige Alter des Patienten ohne Zweifel "medizinische Indikationen"!
Die Fehlbildung besteht meist aus einer zu langen Concha ( = der innere Bogen der Ohrmuschel) und/oder einer mangelhaften Ausbildung der Anthelixfalte ( = die äußere Falte vor dem Rand der Ohrmuschel).
Meist reicht es, den Bogen der Ohrmuschel zu verkürzen. Wenn sich das Ohr dabei genügend anlegt und gut fixiert werden kann ist die schlecht ausgebildete Falte ohne Bedeutung. Der Vorteil dieser Technik ist, daß die Ohrmuschel selbst nur sehr wenig verändert wird und es so keine scharfen und schmerzenden Kanten gibt. Auch das kosmetische Ergebnis kann durchweg als optimal bezeichnet werden.
Diese Operation kann bei etwas größeren Kindern und Erwachsenen gut in örtlicher Betäubung ausgeführt werden, auf Wunsch und bei Bedarf jedoch auch in Vollnarkose. Staionärer Aufenthalt ist nicht nötig. Ein gepolsterter Ohrverband muß 8 Tage getragen werden. Narben sind nicht sichtbar da sie hinter dem Ohr und in der Concha (Ohrbiegung) liegen.
Ein Fräsen am Ohrknorpel sollte heute der Vergangenheit angehören; diese Methode gehört ins letzte Jahrhundert!

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