Intimchirurgie
"Intimchirurgie" ist lediglich ein neuerer, zeitgemäßer Begriff für das, was Chirurgen vornehmlich im Bereich der urologisch-plastischen Chirurgie schon immer taten:
- Umschneidungen
- Sterilisationen
Umschneidungen bei Männern haben jedoch in letzter Zeit auch im westlichen Abendland an Bedeutung gewonnen; nicht nur durch vermehrten Zuzug aus Ländern mit anderen Religionen. Es gilt als wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis, dass durch diesen relativ kleinen Eingriff das Gebärmutterkrebs-Risiko der Frau signifikant gesenkt werden kann.
Auch Umschneidungen bei der Frau haben durch neue Methoden und nur geringen Aufwand (örtliche Betäubung, ambulant) deutlich an Bedeutung gewonnen und werden auch von uns vermehrt durchgeführt.
Sterilisationen (Vasektomie) beim Mann sind ebenfalls Operationen mit vergleichsweise geringem Aufwand. Allerdings ist eine exakte zeitliche Planung und deren Einhalten wichtig! Bei intakter Ehe und abgeschlossener Familienplanung sind sie durchaus eine ernste Alternative zur Sterilisation bei der Frau. Diese bedeutet einen wesentlich größeren und risikoreicheren Eingriff. Sie wird im Allgemeinen nur von Frauenärzten vorgenommen.
Einen vorwiegend sozio-kulturellen Aspekt haben die Wiederherstellungen der fraulichen Unversehrtheit (Hymenrekonstruktion). Dieser Eingriff ist nicht immer möglich, aber wenn, dann ist er nicht besonders aufwändig und kann unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden.

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